An Gerald Hinz führt im Land kein Weg vorbei.

Hinz Landesmeister im Degenfechten; Sebastian Theiß und Nils Lienau auf den Plätzen drei und vier.

Erfahrung und jahrzehntelanges Training auf dem technisch und taktisch höchsten Niveau der klassischen osteuropäischen Schule sind im Fechtsport durch nichts zu ersetzen. Diese Erfahrung mußte auch der 18-jährige Kilian Stadter (FG Segeberg) am vergangenen Wochenende machen, als er sich im Finale der Landesmeisterschaften im Degenfechten dem 49-jährigen Altmeister des Elmshorner MTV, Gerald Hinz gegenüber sah. Alle überlegene Schnelligkeit, aller Einsatz und Kampfeswille halfen nichts - im entscheidenden Moment ahnte Hinz doch, was sein Gegner vorhatte und zeigte ihm, wo der Hammer hängt. Immer knapp vor dem ehrgeizigen Kontrahenten war Hinz präzise zur Stelle und sicherte sich hochverdient zum rekordverdächtigen Male den Meistertitel, die Apotheose des klassischen und gleichzeitig hochmodernen Degenfechtens.

Auch der zweite Altmeister der Krückaustädter, Nils Lienau, stellte den tiefen Fundus seines fechtsportlichen Know-How eindruckvoll unter Beweis. Trotz seines mittlerweile über vierjährigen beruflichen Ausflugs ins andere Ende der Republik und entsprechend stark reduziertem Trainings- und Turnierpensum erreichte er Platz vier. Lediglich gegen die Vereinskameraden Hinz (im Halbfinale) und Theiß (nach taktisch geführtem Gefecht mit Zeitablauf) im Kampf um Bronze, hatte er das Nachsehen.

Obwohl die Elmshorner im Direktausscheid im Wesentlichen damit beschäftigt waren, sich selbst zu eliminieren - Lienau schickte Sebastian Körner (Pl.12) und Lukas Ladewig (Pl.13), Hinz Lorenz Mohr (Pl. 14) in den Hoffnungslauf - waren am Ende drei der insgesamt sechs gestarteten EMTVer unter den besten vier. Das kann man kaum noch besser machen.

In der Mannschaft legten die entsprechend hochfavorisierten Elmshorner (Gerald Hinz, Sebastian Körner, Lukas Ladewig und Nils Lienau) allerdings gegen die erste Auswahl des SC Itzehoe einen klassischen Fehlstart hin und lagen schnell aussichtslos erscheinend hinten. Jedoch kämpfte man sich routiniert und nervlich abgebrüht wieder heran, und im letzten Gefecht konnte Gerald Hinz sogar wieder auf 40:40 egalisieren. Für mehr reichte es aber dann nicht; der Itzehoer Schlußfechter fing sich wieder und brachte die Begegnung mit 45:43 nach Hause. Dass man sich danach bei Itzehoes Zweiter Mannschaft haushoch 45:12 revanchierte und dort alles an Aktionen anbrachte, was gegen die Erste versäumt wurde, war als Bronzemedaille wenigstens ein kleines Trostpflaster.

Auch die Damen sind wieder im Aufwind und stellten seit längerer Pause wieder eine Mannschaft; Elisabeth Hösen, Karin Körth und Susanne Lienau erreichten Platz 4 im Gesamtklassement.

Saturday the 17th. EMTV Fechten - Joomla 3.3 Templates
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.